93,9 Jahre lang 13 Prozent p.a.

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93,9 Jahre lang 13 Prozent p.a.
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Um auf Dauer an den Kapitalmärkten erfolgreich zu investieren, bedarf es viel Arbeit und eines langen Atems. Das zeigen ein paar Zahlen aus der Arbeit von Hendrik Bessembinder mit dem Titel in „One Hundred Years in the U.S. Stock Markets“.

 

Inhaltsverzeichnis

1. Die Top-Picks sind 93,9 Jahre börsennotiert

2. Der Burggraben gibt Unternehmen eine starke Marktposition

 

Bessembinder, ein Professor für Finanzwissenschaften von der Arizona State University, hat insgesamt 29.754 Aktien der vergangenen 100 Jahre ausgewertet, die jemals an den US-Börsen notiert waren. Das Ergebnis: Gerade mal 46 Unternehmen erzeugten bei einer jährlichen Durchschnittsrendite von 13 Prozent die Hälfte der gesamten Vermögensschöpfung von 91 Billionen Dollar — so viel wie alle anderen zusammen. Der breite Markt lag bei 10,1 Prozent.

Die zweite Zahl aus derselben Untersuchung erklärt, warum aus so wenigen so viel wurde: Die Ausnahme-Unternehmen waren im Schnitt 93,9 Jahre lang börsennotiert. Drei Prozentpunkte über dem Markt liefern viele einmal, über 90 Jahre aber fast keine. Der Hebel liegt also nicht in der Höhe der Rendite, sondern in ihrer Dauer.

 

Die Top-Picks sind 93,9 Jahre börsennotiert

 

Nun die negative Seite: Die Unternehmen, die solche Ergebnisse erzielen, werden immer weniger. Ein Unternehmen bleibt heute im Schnitt 15 Jahre im S&P 500, 1980 waren es 25. Von den 30 Gründungsmitgliedern des DAX von 1988 sind noch 13 im Index. Aber: Wer hat schon so einen langen Atem, um diesen Langzeiteffekt zu nutzen? Nun, eine Stiftung ist im Prinzip auf die Ewigkeit angelegt, ihr Anlagehorizont damit praktisch unbegrenzt. Und wer mit 40 Jahren für die eigene Altersvorsorge spart, hat auch noch gut 25 Jahre vor sich. Beide könnten diesen Effekt nutzen – auch wenn viele Anleger – auch Stiftungen – oft so tun, als läge ihr Anlagehorizont gerade mal bei 3 Jahre.

 

Aber Bessembinders Arbeit hat auch eine bittere Seite, über die wenig und ungerne gesprochen wird: Knapp 60 Prozent aller je notierten Aktien haben über ihre gesamte Börsenzeit nicht mehr abgeworfen als kurzlaufende Staatsanleihen! Die nächsten knapp 40 Prozent haben diesen Rückstand bestenfalls wieder ausgeglichen. Die unteren 96 Prozent aller Unternehmen brachten zusammen also das, was auch Tagesgeld gebracht hätte. Das bedeutet: Wer die Verlierer meidet, hat den größeren Teil der Arbeit bereits hinter sich.

 


Podcast: Frankfurter Aktientalk

 


 

 

Der Burggraben gibt Unternehmen eine starke Marktposition

 

Daraus folgt der erste und wichtigere Hebel unseres Ansatzes, den wir auch bei unseren Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und dem Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value anwenden: Die Unternehmen, in die wir investieren, müssen eine operative und finanzielle Stabilität nachweisen, damit aus einem Rückschlag nicht gleich ein permanenter Kapitalverlust wird.

Doch neben der Langfristigkeit kommt noch ein zweiter Faktor hinzu: Ein Burggraben um das Geschäftsmodell. Dieser sicher das Unternehmen vor allzu starker Konkurrenz ab. Er entscheidet, wie lange ein Unternehmen mehr verdient als seine Kapitalkosten — und damit, wie lange man an den guten Geschäften teilhaben kann. Ein Burggraben ist nichts anderes als der Grund, warum das bei bestimmten Unternehmen länger dauert. Wechselkosten, Zulassungen, eine installierte Basis — wer diesen Faktoren nicht benennen kann, hat sie vermutlich nicht.

Deshalb steht für uns nicht die Wachstumsrate für das nächste Jahr an erster Stelle, sondern die Frage, warum es dieses Geschäft in zwanzig Jahren noch geben wird. Im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen sind zwei der größten Positionen im 19. Jahrhundert gegründet worden, Münchener Rück und Allianz. Deren Geschäftsmodelle, die rund 140 Jahre und mehrere Systembrüche überstanden haben, verraten etwas über die Burggräben, was sonst keine Kennzahl liefert.

 

 

Häufige Fragen: Langfristiger Vermögensaufbau und Wettbewerbsvorteile

Warum ist die Anlagedauer für den langfristigen Vermögensaufbau so wichtig?

Eine lange Anlagedauer gibt dem Zinseszinseffekt Zeit, sich zu entfalten: Werden Erträge wiederangelegt, können sie ihrerseits weitere Erträge erwirtschaften. Deshalb können auch kleine jährliche Renditeunterschiede über Jahrzehnte große Vermögensunterschiede bewirken. Entscheidend ist, dass Unternehmen ihre wirtschaftliche Stärke langfristig erhalten. Eine lange Haltedauer allein garantiert keinen Anlageerfolg.

Was bedeutet ein wirtschaftlicher Burggraben bei Unternehmen?

Ein wirtschaftlicher Burggraben ist ein dauerhafter Wettbewerbsvorteil, der ein Unternehmen vor Konkurrenz schützt. Dazu zählen hohe Wechselkosten für Kunden, schwer erhältliche Zulassungen oder eine etablierte Basis bereits eingesetzter Produkte und Systeme. Solche Vorteile können dazu beitragen, dass ein Unternehmen über lange Zeit Renditen oberhalb seiner Kapitalkosten erwirtschaftet.

Warum ist die Vermeidung dauerhafter Kapitalverluste bei der Aktienauswahl wichtig?

Dauerhafte Kapitalverluste verringern die Vermögensbasis, auf der künftige Erträge entstehen können. Deshalb stellt der im Blog beschriebene Anlageansatz die operative und finanzielle Stabilität eines Unternehmens in den Vordergrund. Zusammen mit einem belastbaren Geschäftsmodell und dauerhaften Wettbewerbsvorteilen kann sie helfen, wirtschaftliche Rückschläge zu überstehen. Vorübergehende Kursverluste bleiben bei Aktien dennoch möglich.

 


 

 

TOP 10 Aktien 2026

TOP 10 Titel Aktienselektion SVM - Mockup 2026 - transparent-1
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Dies ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Die Shareholder Value Management AG ist im Rahmen der Anlageberatung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG des Fonds ausschließlich auf Rechnung und unter der Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73, 20097 Hamburg tätig. Die NFS ist ein Wertpapierinstitut gem. § 2 Abs. 1 WpIG und verfügt über die erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). 
Bei den dargestellten Szenarien handelt es sich um eine Schätzung der zukünftigen Wertentwicklung, die auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit über die Wertentwicklung dieser Anlage und/oder den aktuellen Marktbedingungen beruht und kein exakter Indikator ist. Wie viel Sie tatsächlich erhalten, hängt davon ab, wie sich der Markt entwickelt und wie lange Sie die Anlage/das Produkt halten. 

 

Sebastian Blaeschke

Sebastian Blaeschke

Sebastian Blaeschke, Jahrgang 1990, ist Leiter des Research Teams und berät zusammen mit den CIOs Frank Fischer und Jens Große-Allermann die Mandate der Shareholder Value Management AG. Neben den Leitungsfunktionen ist Herr Blaeschke Prokurist der Gesellschaft und hat eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung der hausinternen Softwareapplikationen für die Portfolioberatung und Aktienanalyse inne. Seit 2018 war Herr Blaeschke als Aktienanalyst und als Analyst im Bereich Applied Research und Risk im Unternehmen tätig. Zuvor arbeitete er bereits seit 2012 als Werkstudent im Unternehmen. Herr Blaeschke absolvierte seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Finance & Accounting und seinen Master in Wirtschaftsinformatik an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Dort gründete er gemeinsam mit Andreas Hennes einen Investmentverein und war anschließend als Vorstand tätig. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.