Stock-Picking in Zeiten von Krieg und Krise

Stock-Picking in Zeiten von Krieg und Krise

Marketing-Anzeige

🔊 Artikel mit Audiokommentar anhören

Stock-Picking in Zeiten von Krieg und Krise
6:03

 

Das geht schon ans Eingemachte: Die starken Schwankungen des Ölpreises und die Ungewissheit um die Dauer des Irankrieges machen die Finanzmärkte nervös. Lieferketten sind unterbrochen, Produktionen müssen verlagert werden und der Gaspreis steigt in astronomische Höhen.

 

Inhaltsverzeichnis

1. USA und Europa unterschiedlich betroffen

2. Industrieunternehmen besonders betroffen

3. Inflation: Notenbanken mit unterschiedlichen Voraussetzungen

4. Stock-Picking mit Fokus auf Europa

5. Pharma und Finanzen 

 

USA und Europa unterschiedlich betroffen

 

Doch das alles trifft in erster Linie Europa, während die Folgen des Krieges an der Wall Street kaum zu spüren sind. Das hat weitreichende Folgen. Während die USA in Sachen Energieversorgung mehr oder weniger autark sind und sogar Öl und Gas exportieren, sieht das in Europa ganz anders aus. Hier hängt alles an der Ölpreisentwicklung. Dieser ist aufgrund der Störung der Transportwege wie etwa die Sperrung der Straße von Hormus deutlich angestiegen, was Öl-importierende Volkswirtschaften wie Deutschland besonderen Preisrisiken aussetzt. Entsprechend kommen die Aktienmärkte in Europa stärker unter Abwärtsdruck als der US-amerikanische Aktienmarkt.

Durch diese Meerenge von Hormus fließen rund 70 Prozent der regionalen Ölexporte und ein Drittel der weltweiten Öllieferungen. Die wird vom Iran nun blockiert. Die Folge: Noch bevor ein einziger Tanker weniger ankam, schossen die Frachtraten in die Höhe. Dann trafen iranische Drohnen die Flüssiggasanlagen von Qatar Energy und zwangen den Konzern dazu, die Produktion zu stoppen.

 


 

Frankfurter Fonds-Update Q2-2026 - 23.04.2026

 


 

Industrieunternehmen besonders betroffen

 

Der Anstieg des Ölpreises belasten europäische Industrieunternehmen als Kostenfaktor, während US-Energieproduzenten als Exporteure profitieren. Die leidliche Folge: Seit Anfang des Jahres hatten sich Europas Börsen besser entwickelt als ihre amerikanischen Pendants. Doch seit Angang des Krieges ist all der schöne Vorsprung wieder dahin.

Und noch eines kommt hinzu: die Inflation. Die Inflationsrate der US-Verbraucherpreise verharrte im Februar auf dem Niveau vom Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Preise für die Konsumenten wie auch im Marktkonsens erwartet um 2,4 Prozent. Auch die um Energie- und Lebensmittelpreise bereinigte Kerninflationsrate blieb mit 2,5 Prozent, dem niedrigsten Stand seit Januar 2021, erwartungsgemäß unverändert, weshalb die Terminmärkte eine Zinssenkung der US-Notenbank nun erst im Oktober einpreisen.

 

Inflation: Notenbanken mit unterschiedlichen Voraussetzungen

 

Anders in Europa. Der Krieg im Iran und seine Auswirkungen auf die Inflation könnten nämlich die Europäische Zentralbank dazu zwingen, die Zinsen früher als erwartet zu erhöhen. Das sagte zumindest EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir. Die Zentralbank befinde sich derzeit zwar noch in einer "guten Position", und bei der Sitzung in der kommenden Woche bestehe kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Kazimir befürchtet jedoch, dass die Erinnerung an den Inflationsschock von 2022 die Schwelle gesenkt hat, ab der Unternehmen Preise erhöhen und Beschäftigte höhere Löhne verlangen. Die Risiken für eine höhere Inflation seien zumindest hoch. Seine Prognose: "Ich würde sagen, eine Reaktion der EZB ist möglicherweise näher, als viele denken."

 

Stock-Picking mit Fokus auf Europa

 

Relative Ruhe in den USA, Sorgen und Nöte in Europa. Was macht man als Anleger in einer solchen Situation? Wir setzen auf gezieltes Stock-Picking. So setzen wir für unsere Mandate wie den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und den Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value auf Qualitätsunternehmen, die auch in schwierigen Zeiten gut aufgestellt sind. Dazu gehört etwa die spanische Laboratorios Farmaceuticos Rovi-Gruppe. ROVI ist ein Pharmaunternehmen, das auf Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von sogenannten niedermolekularen Heparinen (NMH), also gerinnungshemmende Medikamente, spezialisiert ist. Zudem ist ROVI in weiteren chemischen, biologischen und medizinischen Spezialbereichen unterwegs.

 

Pharma und Finanzen

 

Zu unseren Kerninvestments gehört auch die norwegische Storebrand. Der norwegische Finanzkonzern legt seinen Fokus auf langfristiges Sparen, Lebensversicherungen, Asset Management und Bankdienstleistungen. Das 1767 gegründete Unternehmen ist einer der größten Anbieter betrieblicher Altersvorsorge in Skandinavien. In all diesen Bereichen hat Storebrand zuletzt starke Wachstumsraten zu verzeichnen. Und das, so unsere Analyse, sollte auch noch eine Weile so bleiben.

Last but not least: die französische SCOR. Der Rückversicherungskonzern mit Sitz in Paris ist weltweit in den Bereichen Schaden- und Unfallrückversicherung (P&C) sowie Lebens- und Krankenrückversicherung tätig. Nach einer Restrukturierungsphase schlagen sich jetzt die ersten positiven Resultate in den Unternehmenszahlen nieder. Ein Prozess, der aber noch nicht abgeschlossen ist und von dem noch einiges zu erwarten ist.

 


 

TOP 10 Aktien 2026

 

TOP 10 Titel Aktienselektion SVM - Mockup 2026 - transparent-1

 

 

 

Dies ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Die Shareholder Value Management AG ist im Rahmen der Anlageberatung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG ausschließlich auf Rechnung und unter der Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73, 20097 Hamburg tätig. Die NFS ist ein Wertpapierinstitut gem. § 2 Abs. 1 WpIG und verfügt über die erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Bei den dargestellten Szenarien handelt es sich um eine Schätzung der zukünftigen Wertentwicklung, die auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit über die Wertentwicklung dieser Anlage und/oder den aktuellen Marktbedingungen beruht und kein exakter Indikator sind. Die Wertentwicklung der Produkte, hängt unter anderem davon ab, wie sich der Markt zukünftig entwickelt und der Haltedauer des Investments.

 

 

Frank Fischer

Frank Fischer

Frank Fischer, Jahrgang 1964, ist Vorstandvorsitzender (CEO) der Shareholder Value Management AG und übt dort die Funktion des Chief Investment Officers (CIO) aus. Bis Ende Februar 2025 war Herr Fischer auch Vorstandsmitglied der Shareholder Value Beteiligungen AG. Bis Ende 2005 war Frank Fischer als Geschäftsführer von Standard & Poor´s Fund Services (vormals Micropal GmbH) zuständig für Investmentfonds-Informationen und -Ratings.