Q3-Optimismus: Die Latte liegt hoch

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Q3-Optimismus: Die Latte liegt hoch
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Kaum hat das neue Quartal begonnen, läuft sich die Börse auch schon für die neue Bilanzsaison warm. Krisenherde wie die am Golf, der hohe Ölpreis oder die künftige Politik der Notenbanken rücken zumindest mal für kurze Zeit in den Hintergrund.

 

Inhaltsverzeichnis

1. S&P 500: Gewinnwachstum von rund 25 Prozent erwartet

2. Erste Zahlen: Start gelungen

3. Europäische Aktien: Aussichten positiv

4. Diploma, Ryanair & Co. im Fokus

 

S&P 500: Gewinnwachstum von rund 25 Prozent erwartet

 

Aber: Die Latte liegt wie immer hoch. So erwarten Analysten für die Unternehmen aus dem S&P 500 ein Gewinnwachstum von rund 25 Prozent. Da muss es schon gut laufen, damit diese Schwelle übertroffen wird. Doch auch für die Unternehmen aus dem DAX sollten solide Gewinnsprünge durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Und die weltweiten Gewinnerwartungen der Unternehmen steigen auch außerhalb der Berichtssaison weiter an. Für die Unternehmen des MSCI All Country World Index erhöhten die Analysten allein im vergangenen Monat ihre Gewinnschätzungen für das Jahr 2027 um 1,5 Prozent und für 2028 um 2,4 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Breite der positiven Gewinnrevisionen hoch, was auf einen weiterhin intakten globalen Gewinnzyklus hindeutet. Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und einer zunehmend restriktiven Geldpolitik ist diese Entwicklung für die Aktienmärkte besonders relevant. Zwar machen steigende Anleiherenditen festverzinsliche Anlagen wieder attraktiver. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstum von über 22 Prozent im Zeitraum 2026 bis 2028 ist das Chance-Risiko-Profil für globale Aktien aber weiterhin attraktiv.

 

Erste Zahlen: Start gelungen

 

Kommen wir zu den Zahlen. Den Anfang machte die IT-Beratung Accenture, die nach einem starken Quartal die Umsatzprognose angehoben hat. Accenture rechnet mit einem Umsatzwachstum zwischen 3 und 6 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 3,9 Prozent gerechnet. Zudem hat Accenture deutlich mehr Aufträge erhalten als von Analysten erwartet. Dies stellt aber auch das Szenario in Frage, wonach traditionelle IT-Dienstleister zu den Verlierern des KI-Booms gehören. Accenture hält zunächst einmal dagegen.

Insgesamt sind die Quartalszahlen, die bisher vorliegen, durchwegs positiv gewesen. So etwa bei Samsung. Und selbst bei PepsiCo waren die Zahlen besser als von den Analysten befürchtet. In dieser Woche folgen die großen US-Banken. Da wird sich die Spreu vom Weizen trennen.

 

Europäische Aktien: Aussichten positiv

 

Doch insgesamt sind die Aussichten positiv. Das gilt auch für europäische Werte. Analysten erwarten für die STOXX-600 Unternehmen erneut resiliente Gewinne. Diese sollen gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 20 Prozent steigen, angeführt von Energieunternehmen, die aufgrund höherer Brent- und Gaspreise ihre Gewinne mehr als verdoppeln könnten. Gleichzeitig wächst natürlich in einigen Branchen der Druck, gestiegene Vorleistungskosten aufzufangen und die Preissetzungsmacht zu behaupten. Für eine weiterhin stabile Gewinnentwicklung sprechen jedoch die zuletzt robusten Wirtschaftssignale aus der Eurozone. Der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleistungen blieb im dritten Quartal im expansiven Bereich und erreichte im September mit 53,1 Punkten ein Mehrjahreshoch. Damit startet die Berichtssaison unserer Meinung nach unter insgesamt soliden Vorzeichen.

 

 

Diploma, Ryanair & Co. im Fokus

 

Derweil setzen wir bei unseren Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und dem Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value weiterhin auf Qualitätsaktien. Denn nach Jahren der Growth-Dominanz drehen die Märkte. Sie verlangen zunehmend handfeste Erträge, die gerade die zuletzt so gehypten Tech-Werte zunehmend unter Rechtfertigungsdruck setzen. So setzen wir weiter auf Werte wie das britische Industrie- und Distributionsunternehmen Diploma, oder auch auf den Billigflieger Ryanair. Auf der anderen Seite bleiben wir auch für die US-Tech-Riesen Microsoft und Alphabet optimistisch. Und auch für unseren Portfoliowert secunet Securities. Denn das Thema Cyber Security wird die Börse weiterhin nicht aus den Augen verlieren.

Und wem dann noch langweilig ist: In ein paar Wochen stehen die Midterms in den USA an. Bei den Zwischenwahlen wird sich entscheiden, ob US-Präsident Donald Trump weiterhin frei durchregieren kann, wie es ihm beliebt, oder ob er zu einer Art von „lame duck“ wird. Rund ein Drittel der Senatssitze und das gesamte Repräsentantenhaus werden am 3. November neu besetzt. Beide Parlamentskammern sind derzeit republikanisch kontrolliert. Das könnte sich aber ändern, denn die Demokraten stehen in den Umfragen gut da. Für Trump würde es dann ungemütlich. Und wie das die Märkte aufnehmen, bleibt abzuwarten.

 

 

Häufige Fragen zur Berichtssaison

Welche Gewinnerwartungen gelten für den S&P 500 und globale Aktien?

Analysten erwarten für die Unternehmen des S&P 500 ein Gewinnwachstum von rund 25 Prozent. Für globale Aktien nennt die Kolumne ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von mehr als 22 Prozent im Zeitraum 2026 bis 2028.

Wie ist die Berichtssaison gestartet?

Die ersten vorliegenden Quartalszahlen bewertet die Kolumne als positiv. Accenture erhöhte nach einem starken Quartal seine Umsatzprognose, während auch Samsung und PepsiCo mit ihren Zahlen positiv hervorgehoben werden.

Wie werden die Aussichten für europäische Aktien eingeschätzt?

Die Aussichten werden insgesamt positiv eingeschätzt. Analysten erwarten für die STOXX-600-Unternehmen resiliente Gewinne und einen Anstieg von knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal; robuste Wirtschaftssignale aus der Eurozone stützen diese Einschätzung.

 


 

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Dies ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Die Shareholder Value Management AG ist im Rahmen der Anlageberatung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG ausschließlich auf Rechnung und unter der Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73, 20097 Hamburg tätig. Die NFS ist ein Wertpapierinstitut gem. § 2 Abs. 1 WpIG und verfügt über die erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Bei den dargestellten Szenarien handelt es sich um eine Schätzung der zukünftigen Wertentwicklung, die auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit über die Wertentwicklung dieser Anlage und/oder den aktuellen Marktbedingungen beruht und kein exakter Indikator sind. Die Wertentwicklung der Produkte, hängt unter anderem davon ab, wie sich der Markt zukünftig entwickelt und der Haltedauer des Investments.

 

 

Frank Fischer

Frank Fischer

Frank Fischer, Jahrgang 1964, ist Vorstandvorsitzender (CEO) der Shareholder Value Management AG und übt dort die Funktion des Chief Investment Officers (CIO) aus. Bis Ende Februar 2025 war Herr Fischer auch Vorstandsmitglied der Shareholder Value Beteiligungen AG. Bis Ende 2005 war Frank Fischer als Geschäftsführer von Standard & Poor´s Fund Services (vormals Micropal GmbH) zuständig für Investmentfonds-Informationen und -Ratings.