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secunet-Aktie: Der Ver130facher – ein Superchampion aus dem Ruhrgebiet

Geschrieben von Frank Fischer | Montag, 8.11.2021

Deutschland hat viele Hidden Champions. Die meisten sind familiengeführt – aber leider nicht an der Börse. Doch es gibt auch börsennotierte Champions, die aber wenig im Fokus der Anleger liegen. Einer dieser absoluten Super-Champions kommt aus Essen, mitten aus dem Ruhrpott.

 

secunet Securities Networks: „Small and Beautiful“!

 

Die Rede ist von secunet Securities Networks. Erst vor Kurzem in den SDAX aufgestiegen, rückt das Unternehmen langsam in den Fokus einer breiteren Anlegerschicht. Und das zu Recht. Denn wie die gerade vorgelegten Q3-Zahlen gezeigt haben, hat secunet weiterhin eine große Zukunft vor sich: Die hohe Nachfrage öffentlicher Einrichtungen, Organisationen und Unternehmen hat dem IT-Sicherheitsdienstleister zu einem Umsatzsprung verholfen. Der Erlös in den ersten neun Monaten stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um knapp ein Drittel auf 189 Millionen Euro. Dabei verzeichnete secunet vor allem eine hohe Nachfrage nach sicheren mobilen Arbeitsplätzen. Doch auch im Gesundheitssektor liefen die Geschäfte rund. Überproportional zum Erlös verbesserte sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um mehr als die Hälfte auf 48,7 Millionen Euro. Den bisherigen Ausblick mit einem Umsatzziel von rund 330 Millionen Euro und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von etwa 59 Millionen Euro bestätigte der Vorstand. Das ließ den Kurs der Aktie um rund 15 Prozent nach oben schnellen. Small and Beautiful!

 

Familienunternehmen hält die Mehrheit

 

Die guten Zahlen sind jedoch nur eine Seite der Medaille. Für uns mindestens genauso wichtig ist die Tatsache, dass secunet Securities Networks ein familiengeführtes Unternehmen ist. Denn 79 Prozent der Aktien gehören zur Gieseke & Devrient-Gruppe (D+C), die wiederum der Familie Mitschke-Collande gehört. Das 1852 gegründete Unternehmen mit Sitz in München wird bereits in sechster Generation von der Familie geführt. Einstmals war D+C neben der Bundesdruckerei der Banknotendrucker der D-Mark. Doch die Produktion von Euro-Banknoten muss mittlerweile europaweit ausgeschrieben werden – und so hat sich das Unternehmen von einer reinen Gelddruckerei zu einem Hightech-Unternehmen für Sicherheitssysteme gewandelt. Mit rund 11.500 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 2,3 Milliarden Euro ist G+D derzeit mit 74 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 32 Ländern unterwegs. Und dazu gehört eben auch secunet Securities Networks. Die internationale Aufstellung des Hauptaktionärs hilft bei der weiteren Expansion und bei der Erschließung neuer Märkte.

 

Starke Marktstellung und Preissetzungsmacht

 

Und noch etwas spricht für secunet: Die hohen Eintrittsbarrieren für Wettbewerber. Denn durch Sicherheitszertifizierungen und eine Verschlüsselungssoftware, die am Markt zum Teil einmalig ist und in hochrangigen Regierungsbehörden und Institutionen eingesetzt wird, hat secunet eine starke Marktstellung und – nicht zu unterschätzen – eine besondere Preissetzungsmacht.

Hinzu kommt, dass der Markt für Cyber-Security nach einer Studie von „Markets and Markets“ weltweit jährlich um jährlich 9,7 Prozent wächst. Und für weiteres Wachstum ist secunet Securities Networks bestens gerüstet. Dafür steht SINA. Die 4 Buchstaben stehen dabei für „Sichere Inter-Netzwerk-Architektur“. SINA wurde dabei als ganzheitliches Sicherheitssystem konzipiert. So können komplette digitale Infrastrukturen geschützt werden - ob nun lokal beim Anwender oder auch über offene Netze.

80 Prozent der Umsätze generiert das Unternehmen im öffentlichen Bereich (public sector) – etwa mit der Bundeswehr, der Bundesregierung und den Bundesbehörden oder auch mit dem Kanzleramt. Die restlichen 20 Prozent stammen aus Businessanwendungen. Heute gehören sogar mehr als 20 DAX-Konzerne zu den Kunden.

 

Zur Freude unserer Anleger: secunet ist bisher ein Ver130facher - und ein Ende nicht in Sicht!

 

Wir halten die Aktie von secunet schon sehr lange in den Portfolios unserer Mandate wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen oder dem Frankfurter - Value Focus Funds. Die ersten Positionen haben wir bei 4 Euro aufgebaut. Seitdem hat sich die Aktie zu einem Ver130facher entwickelt. Und ein Ende scheint nicht in Sicht!