ETF-Start: Modern Value Strategie ist jetzt 100% investierbar

Der erste ETF von Shareholder Value Management setzt auf internationale Qualitätsaktien!

 

Als Kapitalmarktstratege von Shareholder Value Management zählt Heiko Böhmer berufsbedingt zur Fraktion der Anzugträger. Nur das Schuhwerk will neuerdings nicht so recht zum makellosen Outfit passen. Seit Tagen sieht man ihn — auch bei hochoffiziellen Anlässen wie dem Fondskongress in Mannheim — nur noch mit grau-weißen Nike- Turnschuhen über die Flure schreiten. Die Besonderheit: Auf der Fersenspange des linken Schuhs prangen die Lettern FRA, rechts an gleicher Stelle 3TF. Zusammengesetzt ergibt das die Wertpapierkennnummer des Frankfurter UCITS-ETF Modern Value. „Die Drei“, erklärt Böhmer, „ersetzt das E, weil mindestens eine Ziffer in einer WKN vorkommen muss.“ Die Nike-Spezialanfertigung für den ETF, der ab dem 30. Juni handelbar sein soll, ist ein Marketinggag — gewiss. Genauso wie Böhmers Slogan „Frank Fischer goes ETF“.

 

Mit ETF neue Wege beschreiten

 

Frank Fischer ist der Chefstratege des Frankfurter Unternehmens und hat sich eigentlich im aktiven Fondsmanagement einen Namen gemacht. Die Aufbruchstimmung der gesamten Belegschaft zeigt aber auch, wie sehr die Frankfurter Firma dem Start ihres ersten ETF entgegenfiebert. Und das schon seit gut einem Jahr, denn so lange wird der zugehörige Frankfurter Modern Value Index, kurz FRAX, von Solactive bereits berechnet. Inklusive Rückrechnung sind Daten seit dem 12. Juni 2020 verfügbar. Seither hat der Index um etwa 11,7 Prozent zugelegt, trotz der zuletzt scharfen Börsenkorrektur. In ETF-Form gegossen wird der Index jetzt von Axxion. Der FRAX ist nicht einfach ein Index, sondern eine Art Zwitterwesen aus aktivem und passivem Management. Gesucht werden vor allem Unternehmen mit starker Marktposition und breitem wirtschaftlichen Burggraben. Außerdem sammeln Unternehmen mit einem starken „Business Owner“ — beispielsweise einer Eigentümerfamilie oder Managern, die ihr eigenes Geld in die Firma investieren — Pluspunkte. Weitere Aufnahmekriterien sind eine gesunde Bilanz, vor allem geringe Schulden und eine überdurchschnittliche Eigenkapitalrendite. Zudem sind steigende Umsatz- und Gewinnaussichten, Margen sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung wichtige Aspekte. Ökologische und soziale Kriterien kommen ebenfalls nicht zu kurz, schließlich wird der Neuling als ESG-Fonds eingestuft.

 

Der TSR ist das entscheidende Kriterium

 

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren berechnen die hauseigenen Analysten einen fairen Wert, der auf Sicht von fünf Jahren realistischerweise erreicht werden kann. Dabei werden auch Aktienrückkäufe und Dividenden berücksichtigt. Alles in allem ergibt sich daraus der zu erwartende Total Shareholder Return (TSR). Das Portfolio umfasst in gleicher Gewichtung die 25 Aktien mit dem höchsten TSR-Kurspotenzial. Die Gewichtung wird vierteljährlich auf jeweils vier Prozent zurückgesetzt, außerdem sind — ebenfalls einmal pro Quartal — Umschichtungen möglich. Beim jüngsten Anpassungstermin wurden der britische Versicherer Admiral Group und zwei französische Bluechips neu aufgenommen: der Brillenhersteller EssilorLuxottica (unter anderem bekannt durch die Marke Ray Ban) und der Kosmetikkonzern L’Oréal. Das Portfolio bietet einen durchdachten Mix aus Qualitätsaktien, von Techgiganten wie Alphabet, Amazon und Microsoft über die Luxusgüterkonzerne LVMH und Richemont bis hin zu Pharmaunternehmen wie Diasorin oder Roche.

 

Heiko Böhmer

Heiko Böhmer

Heiko Böhmer verfügt über mehr als 20 Jahre Finanzmarkterfahrung. Als Kapitalmarktstratege bei Shareholder Value Management zeigt er, wie wirtschaftliche Entwicklungen und Anlagetrends zusammenhängen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Einzeltiteln und den Aktienstrategien von Shareholder Value Management.